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Das Kloster

das früher ein Knotenpunkt verschiedener Kulturen und eine Wiege der estnischsprachigen Schulbildung war, ist heute ein einzigartiges Architekturdenkmal in ganz Nord-Europa.

Vom Kloster, das die Dominikanermönche schon 1246 gegründet haben, sind der Hof und die Kreuzgänge um ihn, der Spreicher, die Gebetskapelle, das Dormitorium, der Kapitelsaal u.a. Gebäude bis heute erhalten geblieben. Das mächtigste Gebäude des Klosterkomplexes – die Katharinenkirche – ist zum Teil erhalten geblieben. Die Kirche wurde in ihrer endgültigen Form am Ende des 14. Jh. fertig, und war das grösste Kirchengebäude im mittelalterlichen Nord-Europa. Der Eingang in die Kirche ist bis heute erhalten geblieben, und die Südwand der Kirche ist jetzt ein Teil der Katharinengasse. Auf der Stelle, wo frührer das Refektorium und der nördliche Kreuzgang standen, wurde 1844 die katholische Peter-Pauls-Kirche gegründet, die ein neugotisches Interieur hat.

Im Dominikanermuseum, das in den ehemaligen Klosterräumen arbeitet, kann man neben Architektur auch eine Sammlung der Tallinner mittelalterlichen Hausteinen kennenlernen. Es gibt Hausteine aus der Gotik-, Renaissance- und Barockperiode. Das Museum exponiert künstlerische Steine, die ursprünglich zu den Wohnhäusern gehörten. Da man die Wohnhäuser ständig umgebaut hat, und Tallinn im März 1944 von der Sowjetmacht bombadiert wurde, sind viele Beischlagsteine, Sturzsteine, Fensterpfosten, dekorative Reliefplatten und Wappensteine Museumsexponate geworden.

Die Mutter des heiligen Dominicus, der den Dominikanerorden 1215 gegründet hat, sah vor der Geburt ihres Sohnes im Traum, dass sie einen schwarz-weissen Hund zur Welt bringen wird, der mir einer Fackel die ganze Welt beleuchten wird. Deshalb hat man in der mittelalterlichen bildenden Kunst den heiligen Dominicus oft neben einem Hund mit Fackel im Mund dargestellt. Aus dem Grund hat man auch die Dominikaner “domini canes” genannt – Hunde des Herrn.

Um ihre Macht zu vergrössern und Nachwuchs zu haben, gründeten die Dominikaner zum Tallinner Kloster bald eine Schule, in der auch estnische Jungen lateinische Bildung bekommen konnten.  Die Dominikaner, wie z.B. Aquino Thomas, Meister Eckhart und Savonarola waren wichtige Gelehrte und Philosophen im mittelalterlichen Europa.

Man weiss, dass es schon sehr früh interessante Beziehungen zwischen den Dominikanern und dem Brüderschaft der Schwarzhäupter (ledige reiche Kaufleute) gab. Den Schwarzhäuptern gehörten wertvolle aus Brügge und Brüssel bestellte Altäre in der Katharinenkirche. Diese Altäre sind bis heute erhalten geblieben, man hat sie im Museum und Konzertsaal der Nikolaikirche ausgestellt. Ebenso interessant ist das Schicksal der Reichtümer und der Bibliothek des Klosters nach der Reformation.




Im Dominikanermuseum
Das Kloster